The Native Path
The Native Path

Geschichte

Auf dieser Seite, erfahren Sie einiges von der Entdeckung und Eroberung Amerikas, der Besiedlung und den Völkern/ Nationen, Anmerkung.

 

Entdeckung:

Als Entdecker Amerikas galt Cristoph Kolumbus im Oktober 1492.

Doch bereits vor ihm (ca. 1000 n. Chr.), waren die Wikinger auf dem Kontinent.

Das Land, das Kolumbus zuerst betrat war eine Inselgruppe die zu den Bahamas gehörte, Kolumbus gab der Insel den Namen San Salvador. Die Einwohner wurden von Kolumbus fälschlicherweise "Indianer" genannt, da er doch annahm in Indien gelandet zu sein. Er entdeckte noch weitere Inseln, doch sein Traum von der Entdeckung Indiens blieb ihm verwährt.

 

Besiedlung:  

Nach neuesten Wissenschaftlichen Erkenntnissen, erfolgte die Besiedlung Amerikas vor ca. 15.000 Jahren. Jedoch gibt es unter den Wissenschaftlern, verschiedene Auffassungen und Theorien über den genauen Zeitpunkt der Einwanderung und Besiedlung des Doppelkontinenten (Nord und Südamerika). Um ca. 1000 n. Chr., haben die Wikinger versuche Unternommen das Land zu besiedeln, scheiterten jedoch.

Ab 1492 wurde der Kontinent von den Europäern, Spanien, England, Frankreich, Holland, Schweden, den Dänen und Rußland kolonialisiert. Auch Deutsche (60 Mio. Amerikaner sind Deutschstämmig!) besiedelten den Kontinent. Ziel dieser kolonialisierung war es unter anderem, die Eingeborenen ( die als Barbaren und Wilde eingestuft wurden) zu Christianiesieren und Ziviliseren.

 

Völker/Nationen:

- Lakota (Sioux)

Sioux, diese Bezeichnung geht auf die Sprache der Ojibwa zurück, sie nannten die Sioux Nadoweis-siw, es bedeutet soviel wie Feinde oder Schlange. Die ersten französischen Einwanderer und Händler haben daraus Nadouessioux gemacht, später wurde das ganze einfach auf Sioux verkürzt. Selbst bezeichnen sich die Sioux als Lakota oder Dakota und steht für Verbündete oder Freunde. Die Sioux Nation besteht aus den sieben Ratsfeuern, die sich wiederum in drei Hauptgruppen unterteilt. Santee, Nakota und Teton setzten sich aus kleinen Gruppen zusammen. Die Oglala ( zahlenmäßig größter Unterstamm) werden den Lakota zugerechnet, die nach wie vor größte der drei Sioux- Gruppen sind die Lakota.

 

Geografische und Sprachliche Unterscheidung

Santee- östliche Sioux Dakota - D-Dialekt

Yankton- mittlere Sioux Nakota - N-Dialekt

Teton- westliche Sioux Lakota - L-Dialekt

 

Ursprünglich waren sie Waldindianer und lebten im Gebiet von Minnesota, sie bauten wilden Reis an und gingen auf Jagd. Die Fehden mit den Nachbarstämmem besonders mit den Ojibwa zwangen die Sioux schließlich in die Plains (Prärie) auszuwandern. Dort passten sie sich schnell an und haben sich Dank des Pferdes ( Anfang des 18. Jahrhunderts) auf die Bisonjagd (Büffel) spezialisiert. So kam es auch, das sie sich von dem bisherigen Langbogen auf den Kurzbogen umstellten, war dieser doch von grossem Vorteil bei der Jagd zu Pferde. Die Bisons wurden also zur Hauptnahrungsquelle der Sioux, sie erkannten schnell, dass der Bison auch verschiedene Materialien für das tägliche Leben bot. So z. B. wurden die Bisonhäute für die Tipis verwendet, die Fälle dienten auch als Unterlage für das Nachtlager. Der Bison wurde komplett verarbeitet- die Sehnen dienten z.B. als Bogensehne, Häute wurden für Schilde und Messerscheiden verwendet. Dies entsprach genau der Lebensart und Philosophie der Eingeborenen Amerikas- nur soviel zu nehmen, was man wirklich zum Leben brauchte, und man gab auch einiges zurück. Die Schöpfung achten ist ein ungeschriebenes Gesetz, genauso wie für die nächsten sieben Generationen zu sorgen. - Was bedeutet, das man das Land in keinem schlechteren Zustand weitergibt, also die Natur nicht ausbeutet.

 

Es gab also genug Nahrung und mehr oder weniger störende äussere Einflüsse, dies hatte zur Folge, das die Bevölkerung der Sioux um 1750 auf ca. 30.000 anwuchs. dadurch wurden sie zur beherrschenden Nation in ihrer Region.      

 

Eroberung:

Anfänglich standen die Eingeborenen den "Eroberern" nicht unbedingt feindselig gegenüber. Als diese jedoch begannen Ihr Land zu besiedeln und Gebietsansprüche zu stellen, änderte sich die Lage. Es kamen immer mehr Siedler in Ihr Land und sie wurden immer weiter zurückgetränkt. Auch verstanden sie nicht, wie der "weisse Mann" mit dem Land und den Tieren umging. Die Schöpfung wurde einfach nicht geachtet. Es wurden Versprechungen gemacht, Verträge ausgehandelt ( wobei die Eingeborenen immer benachteiligt wurden), waren sie doch der Sprache und Schrift der Weissen nicht oder nur wenig mächtig. Oft fragten die Eindringlinge nicht, sondern nahmen einfach. So kam es auch, das es zwischen manchen Eingeborenen und den weissen zu Verbündungen kam.

Im Verlauf der Amerikanischen Revolution und dem daraus resoltierenden Britisch- Amerikanischen Krieg 1812 verbündeten sich die Sioux mit den Briten. Drei Jahre später hatten einige Sioux- Gruppen Friedensverträge mit den Vereinigten Staaten abgeschlossen. Den Sioux wurde 1825 per Vertrag ein Gebiet zugesprochen, das einen Großteil von Minnesota, North und South Dakota, Wisconsin und Iowa, Missouri und Wyoming umfasste.

 

Ihr Gebiet östlich des Mississippi verkauften sie 1837 an die Vereinigten Staaten, weitere Gebiete kamen 1851 dazu. Es war die Zeit, das die Siedler immer weiter in das Land vordränkten und Auseinandersetzungen nicht ausblieben. Zu einem Folgenschweren  Gefecht kam es 1854 bei Fort Laramie (Wyoming), wo 19 US Soldaten getötet wurden. Die Vergeltung durch die US Truppen folgte ein Jahr später, die Soldaten töteten 100 Sioux in ihrem Lager und nahmen den Häuptling* gefangen.

 

Eine der wohl bekanntesten Auseinandersetzungen zwischen den Sioux und den Vereinigten Staaten, war der Red Cloud Krieg 1866- 1867. Red Cloud war einer der grossen Führer der Sioux, diesem Krieg verdankten die Sioux letzendlich, dass die USA den Sioux das Gebiet der Black Hills für unbegrenzte Zeit zusprachen. Auch dieser Vetrag wurde von den Vereinigten Staaten gebrochen, als man in den Black Hills Gold fand. Die Goldsucher kamen in die Black Hills, obwohl sie kein Recht dazu hatten und wurden von den US Truppen beschützt. Die Sioux haben ihre heiligen Berge natürlich verdeitigt, hatten sie doch durch den Vertrag das Recht auf das Gebiet. Die US Regierung wollte das Gebiet von den Sioux kaufen, das Angebot wurde abgelehnt. Das Ergebnis war, das die Regierung gezielt Truppen schickte um die Sioux schließlich aus diesem Gebiet zu vertreiben.

Der Höhepunkt dieser Auseinandersetzungen mit den US Truppen, war die Schlacht am Little Bighorn River am 25. Juni 1876.

 

General Custer wollte die Sioux vernichtent schlagen, hat sich aber wohl überschätzt. Ihm unterliefen einige schwerwiegende Militärische Fehler. Der grösste war wohl, das er seine Truppen aufgeteilt hatte und die Stärke seiner Gegner unterschätzte. Die Sioux unter der Führung von Sitting Bull, hatten mit ihren Verbündeten den Cheyenne und Arapaho ca. 2.000 Krieger am Fluss versammelt. So kam es, das Custer und 300 Soldaten der 7. Kavallerie (darunter waren 130 Deutsche) im Verlauf des Gefechtes getötet wurden. Dies war der größte Sieg der Indianer über die US Truppen und gleichzeitig auch ihr letzter. Nach der Schlacht wohl in der Annahme, man hätte die US Truppen empfindlich geschlagen und hätte Ruhe, teilten sich die Wege dieser Gemeinschaft. So spaltete sich eine Starke Einheit und die Geschichte nahm ihren Lauf. 

Die Oglala (Sioux) wurden innerhalb eines Jahres nach der Schlacht am Little Bighorn bei Fort Robinson zusammengetrieben.   Der berühmte und einer der grössten Führer der Oglala, Crazy Horse wurde gefangengesetzt und schließlich in Fort Robinson ermordet.

Auf Druck der US Regierung und zweifelhaften Veträgen verkleinerte sich die Sioux Reservation zusehens, dies machte endgültig den Weg für die Siedler und Goldsucher frei. So kam es 1878 zu der Errichtung des Pine Ridge Reservats in South Dakota, das seinen Namen heute noch trägt.

Die Sioux waren besiegt, von ihnen ging keine Bedrohung mehr für die Vereinigten Staaten aus. Es war also an der Zeit, die "Wilden" zu Zivilisieren- Amerikanisieren.

Die Kinder wurden von ihren Familien getrennt und in "Boarding Schools"- Internaten gesteckt. Ihnen wurden die Haare geschnitten, sie durften nicht mehr in ihrer Muttersprache reden und man wollte sie zu Christen machen. Kurz um, sie sollten gute Amerikaner werden. Auch in den Reservaten wurden später Schulen eingerichtet, was nicht verhinderte, das die Zerstörung der Sprache und Kultur der Oglala Lakota gezielt weiter ging. Die Oglala Lakota konnten aber trotzdem einen Teil ihrer Kultur bis heute erhalten.

In dieser schweren Zeit suchten die Lakota nach Auswegen und suchten auf spirituellen Wegen nach einer Lösung. So kam es, das Wovoka zu ihrem Propheten wurde. Seine Vision war es, dass die Indianer den Geistertanz tanzen sollten, damit die Weißen vertieben werden und die Bisons wiederkommen. Das beunruhigte natürlich die Siedler und Regierungs Agenten, war es doch Ziel solche Zeremonien und religiöse Handlungen zu unterbinden. Durch diese neue Bewegung fühlten sich die Siedler und Agenten bedroht und riefen nach der Armee. Der Geistertanz wurde verboten. Es kam schließlich zu Kämpfen mit den Soldaten, in deren Verlauf Sitting Bull ( ein berühmter spiritueller Führer der Lakota) von der Indianerpolizei ermordet wurde. Sein Tod ließ die Indianer schlimmes Befürchten. Viele von ihnen flüchteten, unter ihnen auch Big Foot ein Führer der Lakota nach Pine Ridge um sich in Sicherheit zu begeben. Sie wurden jedoch von der 7. US Kavallerie verfolgt, eingeholt und umzingelt. Sie wurden zum Wounded Knee Creek gebracht und entwaffnet, bei der Übergabe der Waffen löste sich versehentlich ein Schuss. Obwohl keine Gefahr (die meisten Indianer waren entwaffnet) für die Soldaten bestand, nutzten sie die Gelegenheit um sich für die vor 14 Jahren erlittene Niederlage von Custer am Little Bighorn River zu rächen. 

Mehr als 200 Indianer wurden so umgebracht, unter ihnen waren die meisten Kinder, Frauen und alte. Es gab nur wenige Überlebende.

Dieses Ereignis ging als das Massaker von Wounded Knee in die Geschichte ein. 

Der Widerstand der Sioux, war so für lange Zeit gebrochen.

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* In der indianischen Sprache gibt es kein Wort oder eine Bezeichnung für Häuptling.

 

Es wurden 300 Verträge mit den Ureinwohnern Amerikas geschlossen, diese wurden alle von der US Regierung gebrochen.

Die Ursprünglich ca. 60 Mio. Bisons in Nordamerika wurden von den Weißen auf 600 dezimiert, um so die Lebensgrundlage der Eingeborenen zu nehmen.

Die größten Verluste erlitten die Indianer nicht in den Kämpfen mit den Weißen, sondern durch die Krankheiten ( z.B. Poken) die sie mitbrachten.

 

Anmerkung:

Die Geschichte der Sioux ist zwar Relativ kurz, jedoch ist sie so Bewegend, Faszinierend, Lehrreich und Traurig zugleich. Ich wünsche mir, das wir alle von den Sioux und den Eingeborenen lernen würden, damit wir wieder zu uns selbst finden. Wenn wir uns an die Gesetze des Lebens halten würden, hätten wir diese Probleme die wir heute alle haben nicht. Ich meine damit, wir sollten unsere Mutter Erde nicht bedingungslos ausbeuten, wir sollten als Mensch unsere Grenzen erkennen, wir sollten Respekt vor der Schöpfung ( Erde, Menschen, Tiere) haben.

Über die Eingeborenen Amerikas gäbe es noch unendlich viel zu Berichten, dies würde jedoch die Kapazität dieser Homepage übersteigen. Deshalb habe ich versucht, mich auf das "wichtigste" zu konzentrieren. Wer mehr über die Geschichte der Sioux und Eingeborenen Amerikas wissen möchte, kann sich im Internet oder durch Bücher informieren.                     Gerne gebe ich nach Anfrage Empfehlungen.

 

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