The Native Path
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Die Situation der Oglala - Lakota Heute

 

Die Oglala - Lakota und Ihre Kultur sind nicht mit den Büffeln verschwunden. Ganz im Gegenteil: Heute leben mehr Oglala - Lakota auf der Reservation als bei ihrer Errichtung im Jahr 1878. Die Weiterentwicklung der Plainskultur durch Einflüsse aus Europa und anderer Indianervölker ist vielmehr ein Beispiel der Anpassungsfähigkeit der Oglala - Lakota.

Die Pine Ridge Reservation ist mit ihren rund 13.000 qkm die zweitgrößte Reservation in den USA. Sie liegt im Südwesten des Bundesstaates South Dakota.

Die heutige Reservation ist in ihren Ausmaßen jedoch nur noch ein kleiner Rest von einem in früheren Verträgen zugesicherten, wesentlich größerem Gebiet.

Die Bevölkerungszahl in dem dem Reservat beläuft sich auf insgesamt 40.000 Menschen (Stand 2013) , wobei die meisten davon Oglala - Lakota sind.

Die Stammesregierung bekam ihre Berechtigung durch die im Jahre 1936 verabschiedete Verfassung der Oglala, die wiederum ihre Grundlage im Indian Reorganization Act hat.

 

Die meisten Mitglieder des Stammes vertreten daher auch den Standpunkt, daß die Pine Ridge Reservation eine von den USA unabhängige Nation darstellt, was andere Indianervölker ebenfalls meinen.

Der Oglala Sioux Tribal Council bildet das Parlament und wird alle zwei Jahre

neu gewählt.

 

Durch zahlreiche Gerichtsentscheidungen, Ausführungsanordnungen und Gesetze glaubt die US Regierung erkannt zu haben, daß Indianer wie Unmündige zu behandeln sind und die Regierung in Washington wie ein Treuhänder handeln muß. Mit der Durchsetzung dieser Politik wurde das Bureau of Indian Affairs (BIA) beauftragt. Viele jedoch vertreten die Auffassung, daß das BIA nicht mehr wirkungsvoll arbeitet.

 

Das Pine Ridge Reservat ist eine der ärmsten Gegenden in Nordamerika. Shannon County, eine Gemeinde innerhalb der Reservation, hat eines der niedrigsten Jahreseinkommen in den Vereinigten Staaten. Es beträgt in einigen Haushalten nicht einmal $ 3.000 pro Jahr. Nach offiziellen Angaben liegt die Arbeitslosenrate auf Pine Ridge manchmal bei 80%. In etwa 1/3 der Haushalte hat keines der Familienmitglieder einen Job. Ungeachtet dieser Schwierigkeiten hängen die Oglala - Lakota an ihrem Land, ist dies doch der einzige Ort, an dem sie Oglala - Lakota sein können und nicht nur irgendein Indianer in der großen amerikanischen Gesellschaft sind.

 

Der Indian Reorganization Act von 1934 schuf für die Ogalala - Lakota die gesetzliche Grundlage für eine Selbstverwaltung. Die Wirklichkeit sah jedoch ganz anders aus: Alle wichtigen Entscheidungen aud der Reservation wurden vom BIA getroffen. Dies setzte sich so bis weit in die 60er Jahre fort. Erst mit der wachsenden Akzeptanz des weißen Amerikas den Ureinwohnern gegenüber änderte sich nach und nach die Rolle des BIA.

 

Wendepunkt der Politik war 1975 die Verabschiedung des Indian Self- Determination and Education Assistance Act. Dieses Gesetz garantierte den einzelnen Indianervölkern die Möglichkeit, bis dahin vom BIA geleitete Programme zu übernehmen und selbst zu gestalten.

Daraufhin begann die Reservation unverzüglich die Kontrolle über die BIA- Schulen zu übernehmen (sogenannte Contact- Schools). Seit dieser Zeit unterstützt auch die amerikanische Politik die Bemühungen der Ureinwohner um mehr Eigenständigkeit. Für die Oglala - Lakota bedeutet das in erster Linie: Erhalt und Förderung der eigenen Kultur. Trotz einer damit wieder stärker werdenden ideologischen Einheit zeigt sich weiterhin sehr auffällig die Armut der Bevölkerung auf dem Pine Ridge Reservat.

 

Dafür gibt es eine Vielzahl von Gründen: Pine Ridge hat so gut wie keine Bodenschätze, welche die Grundlage für eine wirtschaftliche Entwicklung darstellen könnten. Das meiste Farmland können die Oglala- Lakota selbst nicht nutzen. Das liegt zum einen daran, daß ihnen die finanziellen Mittel fehlen und zum anderen an der problematischen Landaufteilung durch Erbfolge. In der Regel wird daher nutzbares Land an reiche Farmer aus der Umgebung verpachtet.

Ansonsten gibt es nur einen großen Supermarkt und die Cedar Pass Lodge, eine Kombination aus Restaurant, Souvenirladen und Motel, am Rande des Reservates im Badland National Park gelegen, die von den Indianern selbst geführt werden und Arbeitsplätze in größerer Zahl bieten.

 

Die weitaus meisten Beschäftigten arbeiten jedoch im Bereich der öffentlichen Dienstleistungsbetrieben ( Schulen, Sozialdienste, BIA, Stammesregierung, Krankenhäuser ). Einige andere wirtschaftliche Möglichkeiten würde der Tourismus bieten. Allerdings fehlen auch hier die finanziellen Mittel und es mangelt momemtan auch noch an der notwendigen Infrastruktur für einen erfolgreichen ( herkömmlichen ) Tourismus.

 

Die Armut bringt weitere soziale Probleme mit sich. Aus diesem Grunde startete die Oglala- Stammesregierung verschiedene Vorhaben, um den sozialen Schwierigkeiten entgegenzuwirken. Viele dieser Programme basieren auf der Oglala- Kultur. Erfolge stellen sich nach und nach ein; allerdings ist es nicht einfach, ein vor Generationen durch die weiße Vorherrschaft entstandenes Dilemma innerhalb kurzer Zeit wieder aus der Welt zu schaffen.

 

Im Bereich der Schulausbildung sind die größten Erfolge zu verzeichnen. So gründetete die Stammesregierung bereits im Jahre 1971 das Oglala- Lakota College. Zur Zeit besuchen ca. 1000 Indianer diese Einrichtung. Aber nicht nur Oglala, sondern auch andere Indianer sowie Menschen anderer Hautfarbe nutzen diese akademische Ausbildungsstätte.

Text Quelle: http://www.indianer-web.de/

 

EIN VOLK STIRBT LEISE

 

Uran Minen und Arsen Verseuchtes Trinkwasser.

Weltweit höchste Diabetes Rate.

Explosionsartige Zunahme von Krebs, Totgeburten, Spontan Abort, Missbildungen bei Babies, Nierenversagen.

Radioaktive Nuklide - Schwermetalle in Wasser, Boden und Raumluft.

 

Uranabbau in den Black Hills und Waffentestgebiete im reservat werden als Hauptursache verdächtigt.

Neues Uranvorkommen im Pine Ridge Reservat gefunden. Wert: Billionen US Dollar?

Die Sioux sind vom Aussterben bedroht.

Ihr letzter Kampf hat begonnen im Pine Ridge Reservat, South Dakota.

Brockovich meets Thunderheart!

<Als ich aus dem Pine Ridge Reservat zurückkehrte und einem Freund  von meinen Erlebnissen dort erzählte, meinte er fassungslos: Das klingt ja wie die indianische version des Films Erin Brockovich.>

(Christina Voormann, Lakota Village Fund e.V. Germany)

 

Das Pine Ridge Reservat ist die Heimat von ca. 28.000 Oglala- Lakota, und wird als das zweitärmste Reservat in den USA bezeicjnet. Seit vielen Jahren ist der Stamm der Oglala- Lakota die Nr. 1 in der Diabetes- US Ranklist.

Mit einer derzeitigen Diabetes- Erkrankungsrate von 60% (Tentenz steigend) gehört er nach Auskunft kanadischer Wissenschaftlern zu den vom Aussterben bedrohten indi-genen Gruppen dieser Welt.

(Intern. Diabetes Konferenz, Melbourne, Nov. 2006, UN- Massnahmekatalog)

Das Pine Ridge Gesundheitsamt Oyate Blihelya untersuchte 2006/2007 (im Schuljahr) 2046 indianische Grund- schulkinder. 55% der Kinder weisen deutliche Symtome von Diabetes auf. Die restlichen Kinder sind zu 99% bedroht Diabetiker zu werden.

Es besteht der Verdacht, dass Arsen im Trinkwasser Mitverursacher der Diabetesepidemie bei den Lakotas ist.

Innerhalb der letzten 5 Jahre haben sich Krebsfälle, Fehl- und Totgeburten, Missbildungen bei Neugeborenen Down Syndrom explosionsartig in unfassbare Rekordzahlen hochkatapultiert. Es gibt Gebiete, wo jeder Haushalt davon betroffen ist.

Vergleicht man Low- Radiation (geringe Dosis Radioaktivität) Studien anderer Länder (z.B. Einsatz von Depleted Uranium im Kosovo und im Irak Krieg, ehemaliges Wismut Gelände in Sachsen/Thüringen so erkennt man deutliche Symptom - Parallelen.

Obwohl der US Regierung seit vielen Jahren dies Problematik bekannt ist, wurde bis heute keine umfassende Wasser- und Gesundheitsstudie veranlasst.

(siehe Untersuchungen 1992 - 2003: USGS, EPA, ATSDR)

 

Uranabbau und verseuchtes Wasser 

Das Trinkwasser im Pine Ridge Reservat ist vorrangig durch Alpha Emitters (radio-aktiv) und durch Arsen verseucht. Test- ergebnisse offizieller Wasseruntersuchungen weisen u.a. neben dem Gift Arsen, kombiniertes Radium 226 & 228 auf.

Laut Indian Health Service (staatlicher Gesundheitsdienst für Indianer) war z.B. im Jahr 2005 bei 98 Pine Ridge Trinkwasser Brunnen der Arsenlevel zwei bis zwölf mal höher, als der vom U.S. Gesetzt vorgeschriebene <safe> MCL (Maximum Contaminant Level).

Gebiete mit besonders gravierenden Fällen:

Red Shirt: (nordwestliche Reservatsgrenze) am kontaminierten Cheyenne River. In diesem Gebiet wurden viele Uran- Probebohrungen durchgeführt. Die Bohrungslöcher wurden offen gelassen.

Offizielle Wasseruntersuchungen weisen u.a. einen Arsengehalt im Trinkwasser bis zur 12- fachen Höhe der gesetzlich vorgeschriebenen Höchstwerte auf.

Rockyford bis Porcupine (zentral)

Hier  ist in den letzten Jahren in jedem Haushalt mindestens 1 Familienmitglied an Krebs gestorben.

Dieses Gebiet grenzt an die Badlans Bombing Range, einem ehemaligen Waffen- Testgebiet der US Rgierung. Die sog. High Impact Area befindet sich immer noch in der Hand der US Airforce und kann aufgrund des hochexplosiven Inhalt nicht betreten und gesäubert werden. Die indianische Gemeinde Rockyford befindet sich unmittelbar darunter. Dazwischen fließt der kontaminierte White River.

Potatoe Creek (Reservats- Osten) 

Diese kleine Gemeinde liegt im östlichen teil des Reservates. Arsengehalt im Trinkwasser in vielfacher Höhe der gesetzlich zugelassenen Höchstwerte. In den letzten Jahren plötzliche Todesfälle, Nierenschäden, Krebs- und Herzerkrankungen sowie Diabetes.

Wer und was ist verantwortlich für das Sterben der Sioux? 

Ins Visier geraten immer mehr Uranabbau- Gebiete am Cheyenne River (nw/sw von Pine Ridge, der Fluss fließt quer durch das Reservat) Probebohrungen und offene Bohrlöcher, radioaktiver Müll. Besonders aber auch grosse ehemalige US Waffengebiete im Reservat, Badlands Bombing Range.

Hinterlassen wurden verseuchte Flüsse, kontaminiertes Land (Radioaktivität, Blei, Quecksilber, Arsen) unter denen die Gesundheit der Bevölkerung leiden muss, vor allen Dingen die Kinder.

 

So stellt sich die heutige Situation der Oglala- Lakota dar.

Dies sind unter anderem viele Gründe, dieses Volk zu unterstützen und vor dem Aussterben zu bewahren.

 

 

 

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