The Native Path
The Native Path

Weise Frauen

Sei wie der Wind, der die Gräser streichelt,

wie der Tau, der die Erde nährt.

 

Worte weiser Frauen:

 

Wir als an den Traditionen orientierte Indianer versuchen, danach zu leben, darum geht es bei unseren Zermonienen.

Die meisten Menschen kommen nie mit dem Geist in Berührung, weil sie über das Körperliche nicht hinauskommen können. Das ist schade.

Andere kommen nicht über den Verstand hinaus, über die Logik der Dinge.

Das Geistige erhält zuwenig Nahrung, aber es ist da. Frauen wissen, daß es da ist. Einige beginnen das zu begreifen und anzuerkennen. Ihr Männer begreift das besser auch!

Solange nicht alle das Geistige mit einbeziehen, wird es viel Unglück, Kriege, alle möglichen Formen von Drogenmissbrauch, Ansprüche, Verlangen, Hunger und unerfüllte Liebe geben. Es wird alle möglichen Formen von Gewalt zwischen Menschen, gegen Tiere, gegen die Erde und die ganze Schöpfung geben. Alle diese Schwierigkeiten reißen, auf lange Sicht gesehen, tiefe Wunden.

Jeder hat einen Pfad. Jeder! Um deinem Pfad folgen zu können, musst du die Zusammenhänge verstehen, musst Liebe und Respekt entwickeln. Wenn du von diesem Pfad abkommst, wirst du Schmerz und Verwirrung empfinden, ganz gleich, was du sonst tust. Das gilt für ein Land als ganzes ebenso oder für die Welt. Das ist der Punkt, an dem wir heute stehen. Schau dir an, was überall passiert.

Die Dinge ändern sich. Dies ist die Zeit der Frau. Du kannst dich darauf verlassen, sie ist hier, ob man sie nun sieht oder nicht. Wir sind im Zeitalter des Empfangens, und Empfangen ist weiblich.

(Eine alte Indianerin, die nicht genannt sein will.)

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Wer sein Selbst nicht lieben kann, kann niemanden lieben.

Wer sich seines Körpers schämt, schämt sich alles Lebendigen.

Wer seinen Körper schmutzig findet, ist verloren.

Wer die schon vor der Geburt erhaltenen Gaben nicht respektieren kann, kann nie etwas richtig respektieren.

(Eine Nootka)

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UNSER INDIANISCHES LEBEN

Am Anfang der Zeit kamen wir aus der Liebe. Wir waren alle miteinander verwandt. In unseren Legenden ist von einer Zeit die Rede, in der wir mit den Tieren sprechen konnten, und sie verstanden uns, und wir konnten uns untereinander verständigen. Irgendwann im Laufe der Zeit gehorchten wir den Weisungen, dem universellen Gesetz nicht mehr, also konnten wir auch nicht mehr miteinander kommunizieren. Und so entfernten wir uns von der Liebe.

(Vickie Downey, Tewa)

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In alten Zeiten hatten sie Rituale, sie gingen raus und fasteten. Das war nur für die Männer. Männern wurde mehr beigebracht als Frauen, aber die Frauen saßen da und hörten den Onkeln oder sonstwem zu, und so lernten sie. Heute, wo es kaum noch Männer gibt, die von diesen Dingen wissen, tragen die Frauen das Wissen weiter. Wenn sie es nicht erworben hätten, man könnte sagen sich geklaut hätten, wäre es wahrscheinlich ganz verlorengegangen...

(Agnes Cypress, Seminole)

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Ich bin jetzt eine alte Frau. Die Büffel und schwarzschwänzigen Rehe sind ausgestorben, und unsere indianischen Traditionen sund auch fast ausgestorben. Manchmal fällt es mir schwer zu glauben, dass ich selbst einst danach gelebt habe.

Mein kleiner Sohn ist in der Schule des Weißen Mannes gross geworden. Er kann Bücher lesen.   Er besitzt Vieh und eine Farm. Er ist ein Führer unter unseren Hidatsa, und er hilft ihnen, den Weg des Weißen mannes zu gehen.

Zu mir ist er gut. Wir wohnen nicht mehr in Erdhütten, sondern in einem Haus mit einem Schornstein, und die Frau meines Sohnes kocht mit Hilfe eines Herdes.

Ich kann die alten Traditionen nicht vergessen.

Im Sommer stehe ich oft bei Tagesanbruch auf und stehle mich hinweg zu den Maisfeldern. Und wie ich so das Maisfeld hacke, singe ich für die Maispflanzen, genauso    wie wie es  damals, als ich Kind war, taten. Keiner kümmert sich heute mehr um unsere Maislieder. Manchmal gegen Abend sitze ich da und schaue zum grossen Missouri hinüber. Die Sonne sinkt, und der Dämmer schleicht übers Wasser. In den Schatten ist mir. als ob ich wieder unser Indianerdorf sehe und wie die Rauchfahne sich von den Erdhütten nach oben windet. Und in dem Brausen des Flusses höre ich die Schreie der Krieger und das Gelächter kleiner Kinder, alles wie damals. Nur ist das nichts weiter als der Traum einer alten Frau. Und wieder sehe ich nur Schatten und höre nur das Rauschen des Flusses. Tränen kommen mir. Unser indianisches Leben, das weiß ich, ist für immer vorbei.

(Waheenee, Hidatsa)

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Wenn ich die Strasse entlang fahre, denke ich oft: "Wie mag es hier vor hundert Jahren ausgesehen haben?"

Wenn ich die Niagara- Fälle besuche, sitze ich da und denke: Vor zweihundert Jahren kamen Indianer hierher und setzten sich einfach auf einen Baum oder ans Ufer, und ich muss heute auf Zement und Beton sitzen.

Überall nur Gebäude. Stell dir vor, wieviel schöner es aussah, bevor sie all das da hingebaut haben. Wir gehen jeden Morgen aus dieser Tür und betreten Mutter Erde, wir wissen, dass uns das niemand nehmen kann. Wir können auf der Erde gehen, weil wir wissen, dass sie nicht uns gehört...

Unsere Aufgabe ist, auf sie aufzupassen.

(Eine Seneca)

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Lila pilamaya yelo

 

 

 

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